Main.de: Schnelles DSL in einem Jahr
- 2. Juli 2010
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(lau) Dass die Karbacher frühestens in acht Monaten oder in einem Jahr mit einem schnellen DSL rechnen können, machte der Regionalbeauftrage für Kommunen der Deutschen Telekom, Klaus Markert, in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates deutlich.
In einem zweiten modifizierten Angebot kommen die Kosten in Karbach nun durch eine kürzere Glasfaserstrecke auf 196 000 Euro (205 000 Euro), wovon 70 Prozent, aber höchstens 100000 Euro an Zuschüssen zu erwarten sind. Wenn die Marktgemeinde sich dazu entschließen kann, Erd-und Oberflächenarbeiten in Eigenregie auszuführen, könnte sie einige Tausender sparen.
Die Kosten von rund 100 000 Euro sind laut Bürgermeister Kurt Kneipp bereits in den Haushalt 2010 eingestellt. Für die zahlreichen Gewerbetreibenden, Landwirte und privaten Nutzern eröffnet sich das schnelle DSL aber erst in acht Monaten oder einem Jahr: “Die Telekom wird dieses Jahr wegen der großen Nachfrage” sicherlich ausreizen, so Markert.
Wie der Regionalbeauftrage für Kommunen der Deutschen Telekom, Klaus Markert, informierte, wird zu den vorhandenden Kabelverzweigern (KVz) Glasfaserkabel verlegt. Von dort werden kurze Kupferleitungen zu den Hausanschlüssen geführt, so dass DSL-Verbindungen mit bis zu 16 000 KBit/s realisierbar sind.
Um die Breitbandversorgung in Karbach zu verbessern, wird zu vier Kabelverzweigern Glasfaserkabel verlegt. Die Baumaßnahme selbst umfasst das Herstellen von 2480 Meter Graben für die Rohr- bzw. Kabelverlegung; sowie die Leerrohrverlegung auf einer Länge von 2480 Metern.
Die Deckungslücke umfasst nach der nun neu vorgelegten und modifizierten Berechnungsgrundlage 196 895 Euro. Sollte sich der Markt Karbach entschließen, den Tiefbau sowie die Oberflächenwiederherstellung zu übernehmen, verringert sich die Deckungslücke auf 118 945 Euro.
Wenn Karbach den Tiefbau mit Leerrohrverlegung auf einer Länge von 1850 Metern übernimmt, verbleibt eine
Deckungslücke von 159 895 Euro. Die Fuchsenmühle wird von Zimmern aus und die Neu- oder Vogelsmühlen von
Birkenfeld aus mit DSL versorgt.
Die Standorte für die Kabelverzweiger, die an der Brückenbachstraße, am Rathaus, an der Raiffeisenbank und am Tannenberg platziert sind, befinden sich im öffentlichen Raum und werden im Rahmen der Trassen- und Standortsicherung festgelegt. In Fällen, in den sich diese nicht im öffentlichen Raum befinden, sind Gestattungsverträge mit den Grundstückseigentümern erforderlich. Von der Raiffeisenbank in der Marktheidenfelder
Straße aus, wird das etwa 250 Meter entfernt gelegene Gewerbegebiet “Kleine Au” versorgt.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde über die anderen Angebote zum DSL-Ausbau beraten. Diese entsprachen aber nicht den Voraussetzungen. Damit bleibt das Angebot der Deutschen Telekom übrig.
Der Antrag auf Förderung wurde nun unmittelbar bei der Regierung von Unterfranken beantragt. Nach dem derzeitigen Stand kann die Gemeinde wohl mit einer Förderung von 100 000 Euro rechnen. Im Zuge des Förderverfahrens wird der Auftrag für die Breitbanderschließung erteilt. Bürgermeister Kurt Kneipp wurde ermächtigt, einen Förderantrag zu stellen und den Vertrag mit Telekom abzuschließen.
Link: http://www.main.de/main-spessart/karbach/karbach./art765,545793

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